Um dieses Vorhaben verwirklichen zu können, wurde bei der Familie Leiseder angefragt, ob die Möglichkeit besteht, dass man ihre freie Wagenremise als Zwischenlager nutzen könnte. Nachdem die Familie Leiseder damit einverstanden war, wurden die Seestaller Einwohner regelmäßig darauf hingewiesen, dass ein Zwischenlager im Kalkbrennerweg 1 vorhanden ist, welches dann auch reichlich benutzt wurde. Schriftführer Kratzer konnte aus dieser Lagermöglichkeit regelmäßig zweimal im Jahr und auch in den folgenden Jahren bis 1993 zwei Kipper voll mit ca. 8 Tonnen, somit 16 Tonnen Altpapier, nach Schongau zur Papierfabrik Haindl bringen. Hierzu wurden von der Familie Durst, sowie vom Landwirt Richard Meichelböck, die benötigten Kipper zur Verfügung gestellt um nach Schongau zu fahren. Für diese 16 Tonnen Altpapier pro Jahr bekam man einen Tagespreis von 100 DM bis 160 DM pro Tonne, was eine schöne Einnahme für den FC Seestall darstellte. Als dann im Jahre 1992 in der Papierfabrik Schongau ein Kipper mit einer Ladung Papier ca. 8 Meter abstürzte (jedoch nicht vom FC Seestall), durfte man kein Altpapier als Eigenanlieferung mehr abliefern. 

Ab dem Jahre 1993 hat das Landratsamt Landsberg diese Altpapier-Sammlungen für den Landkreis Landsberg übernommen. Der FC Seestall sammelte ab dem Jahre 1993 bis zum Jahr 2008 jeweils pro Quartal zweimal Altpapier zu einem festen Tonnenpreis von 51,13 €. Zu diesen Sammelterminen wurde jeweils ein Container zum Befüllen bereitgestellt. Diese Termine wurden den Seestaller Bewohnern jeweils mit Merkzettel mitgeteilt und das Altpapier dann von den einzelnen Häusern abgeholt. 

Ab dem Jahr 2009 wurde dann auf monatliche Abholung umgestellt. Man konnte sich mit dem Landratsamt Landsberg dahingehend einigen, dass dieser Sammeltermin jeweils auf den 1. Samstag in jedem Monat erfolgt. Dieser Termin steht dann auch im Abfuhrkalender des Landratsamtes. Die Seestaller Einwohner haben sich komplett auf diese Abholtermine eingestellt und stellen trotz der „blauen Tonne“ regelmäßig das gesammelte Altpapier zur Verfügung. In diesen 40 Jahren Altpapiersammlungen (Beginn 1976 – 2016) konnte der FC Seestall die stattliche Menge von ca. 680 – 700 Tonnen von den Seestaller Einwohnern sammeln. Da sich diese Mengen Altpapier natürlich nicht selbst auf-, bzw. abladen, wurden immer fleißige Helfer von der Fußballmannschaft des FC Seestall benötigt, die sich am Tage des Abholens beteiligten. All diesen verschiedenen Helfern der vergangenen Jahre möchte der Ehrenvorstand Fritz Kratzer sen. recht herzlichen Dank sagen.

Ganz besonders Danke sagen muss man dem derzeitigen Altpapierteam, das seit ca. 10 Jahren immer aus denselben Personen besteht. Es sind dies, wie Sie auf unserem Foto sehen,

Hr. Paul Aigner als Schlepperfahrer, ehemaliger Schiedsrichter,
Hr. Werner Käb, Helfer, sowie ehemaliger 2. Vorstand,
Fritz Kratzer jun., Helfer und ehemaliger 1 Vorstand und Kassier (Fotograf),
Hr. Fritz Kratzer sen., Helfer und ehemaliger 1. Vorstand, jetzt Ehrenvorstand,

sowie Herr Bernd Schneider, Helfer und derzeitiger 1. Vorstand.

Unser weiterer Helfer, Herr Marco Großkopf (Spieler und 2. Abteilungsleiter) war bei dieser Sammlung leider nicht dabei.

Zum Schluss des Berichtes möchte sich der FC Seestall bei allen Einwohnern von Seestall für das Bereitstellen des Altpapiers auf das Herzlichste bedanken und hofft, dass die Bereitschaft nicht nachlässt.


Fritz Kratzer sen.

Altpapier